Reisebericht Utrecht

Samstagmorgen, 7 Uhr. Wir treffen uns alle am Hauptbahnhof am Gleis 14 nach Utrecht. Das Gepäck ist schwer, wir alle sind müde, und wir haben noch sechs Stunden Zugfahrt vor uns. Hastig verabschieden wir uns von unseren Familien und gehen in den Zug.

Noch ein paar Minuten, dann sind wir da“, sagt Frau Jung, unsere begleitende Lehrerin. Die Aufregung steigt immer mehr, dann sehen wir unsere Austauschschüler, begrüßen uns vorsichtig und gehen dann in die jeweiligen Familien.

Am Montagmorgen treffen wir uns alle in der Sporthalle und spielen verschiedene Ballspiele miteinander. Basketball kenne ich. Dann stellt die Lehrerin einen Haufen Hütchen zu einem niederländische Spezial-Spiel auf, dessen Sinn ich bis zum Schluss nicht verstehe und dafür aber gefühlt die Hälfte aller Hütchen zertrete. Die sind aber auch empfindlich …

Am Abend steht dann noch GoCart fahren und LaserTag auf dem Programm. Die Stimmung ist sehr gut, und alle verstehen sich schnell mit den Austauschschülern aus Utrecht. Die Kommunikation ist dabei sehr unterschiedlich: einige sprechen Englisch, andere wieder ein wildes Durcheinander von Englisch und Deutsch. Und hin und wieder fliegen noch ein paar Brocken Holländisch hin und her: „Alsjebelieft!“ – „Dank u well.

Nächster Tag. Dienstag. Wir treffen uns zeitig am Kanuverleih „Kromme Rijn“, am krummen Rhein. Madeleine, Paula und ich teilen uns ein Boot mit Sven, Max und Tijs. Max und Tijs versuchen verzweifelt, das Boot in eine Richtung zu steuern. 15 Minuten lang landen wir immer wieder in der Uferböschung. Brennnesseln und Dornen. Dann reißt Paula und Madeleine der Geduldsfaden und sie kapern das Schiff. Mit Mädelspower wird das Kanu doch noch sicher ans Ziel gesteuert.

Den Abend verbringen wir im Jumphouse, was eigentlich nur ein Mini-Jumphouse ist. Das ist alles in allem unaufregend. Jedenfalls bis Desideria bei einem wilden Sprung falsch aufkommt und sich einen 1A-Bänderriss zuzieht.

Ein neuer Tag, wieder 7 Uhr morgens. Bahnsteig nach Amsterdam. Heute geht es ins Museum. Van Gogh. Berühmte Gemälde, Millionen wert. Aber am meisten beeindrucken mich die goldenen Rahmen. Anschließend haben wir noch Shopping Zeit. Große Waffeln, Churros mit Nutella und Oreo-Donut. Gesundes Essen gehört einfach dazu.

Donnerstagabend. Wir essen alle zusammen in der Schule und verbringen unseren letzten Abend. Es gibt asiatisches Essen für Vegetarier und Nicht-Vegetarier. Hähnchenspieße mit Erdnusssauce, Broccoli mit Erdnusssauce, Reis und Nudeln. Und. Es ist so lecker!

Es ist unser letzter Abend aber wir sind uns einig: wir wollen alle noch mindestens einen Monat verlängern.

Der Tag des Abschieds kommt aber doch. Freitagmorgen, dieses Mal 6.45 Uhr, und wir müssen uns alle unter Tränen verabschieden. Alles heult, bis auf die Katze.

Wir freuen uns schon alle auf September und den Gegenbesuch.

Zoé Chaillié Pérez, 8c.

Robert-Schumann-Gymnasium
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